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Lächelndes Paar sitzt auf Couch, Frau liest

Private Krankenversicherung für Rentner

Das Wichtigste in Kürze zur Privaten Krankenversicherung für Rentner

  • Mit dem Eintritt die Rente gibt es einige Änderungen in Ihrer privaten Krankenversicherung.  

  • Ab dem 60. Lebensjahr entfällt der gesetzliche Beitragszuschlag in Höhe von 10 Prozent. Dadurch verringert sich Ihr Beitrag.  

  • Die in Ihrem Versicherungsvertrag vereinbarten Leistungen ändern sich nicht, es erfolgen keine Leistungskürzungen.  

  • Sie können zusammen mit Ihrem Rentenversicherungsantrag einen Beitragszuschuss beantragen. 

Was ändert sich für privat Versicherte mit Renteneintritt?

Ihr Versicherungsschutz bleibt bei Renteneintritt wie vereinbart bestehen. Ab dem 60. Lebensjahr werden Sie entlastet und Ihre Beiträge sinken, denn ab 60 entfällt der gesetzliche Beitragszuschlag in Höhe von 10 Prozent. 

Weitere Änderungen, die Ihren Beitrag positiv bei oder vor Rentenbeginn beeinflussen, sind folgende:

Mit dem Eintritt in die Rente entfällt der bisherige Arbeitgeberzuschuss zu Ihrer Krankenversicherung. Dafür erhalten Sie einen Rentenversicherungszuschuss, wenn Sie Ihre gesetzliche Rente beziehen.

Falls Sie eine Krankentagegeldversicherung abgeschlossen haben, entfällt diese bei Renteneintritt. In der Regel erhalten Sie von Ihrem Versicherer bei Erreichen der Altersrente die Aufhebung Ihrer Versicherung. Somit reduziert sich der Beitrag Ihrer PKV.  

Bis zum 60. Lebensjahr zahlen Versicherte der privaten Krankenversicherung einen Beitragszuschlag von 10 Prozent. Dieser Zuschlag soll stärkere Beitragssteigerungen im Alter ausgleichen. Mit dem 60. Lebensjahr, also noch vor Rentenbeginn, entfällt dieser Zuschlag und Ihr Beitrag verringert sich dementsprechend.  

Was kostet eine private Krankenversicherung im Rentenalter?

Die Kosten für eine private Krankenversicherung im Alter hängen von verschiedenen Faktoren ab:

  • Leistungsumfang des Vertrags 
  • Eintrittsalter 
  • bisher angesparte Alterungsrückstellungen 

Grundsätzlich können Sie davon ausgehen, dass die Beiträge im Alter zwar ansteigen können, sich die Anpassungen jedoch in einem kleineren Rahmen bewegen. Mit Rentenbeginne wird die private Krankenversicherung in der Regel zunächst günstiger. Zum einen entfallen die 10% des gesetzlichen Zuschlags für die Alterungsrückstellungen, zum anderen kann der Tarif für Krankentagegeld beendet werden.

Wenn Sie eine gesetzliche Rente erhalten, fällt der Arbeitgeberzuschuss weg. Sie können jedoch beim Rentenversicherungsträger einen steuerfreien Zuschuss zur privaten Krankenversicherung beantragen. Dieser liegt aktuell bei 7,3% Ihres Rentenbezugs, darf aber die Hälfte der Beiträge zu Ihrer PKV nicht überschreiten. Das bedeutet, dass Sie bei einer Rente in der Höhe von 1.400 € einen Zuschuss von ca. 100 € oder etwas mehr zu Ihrer privaten Krankenversicherung erhalten.

Kosten sparen: Beitragszuschuss zur PKV beantragen

Als privat versicherte Person haben Sie Anspruch auf einen Beitragszuschuss durch die Deutsche Rentenversicherung. Dieser Zuschuss wir monatlich ausgezahlt.  
 
Der Zuschuss wird nach dem allgemeinen Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherungen (14,6 %) zuzüglich der Hälfte des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes der GKV berechnet. Im Jahr 2024 liegt dieser bei 1,7 %. Er beträgt somit: 8,15 % (50 % von 16,30 %) des Rentenzahlbetrages. Damit Sie als Rentner den Beitragszuschuss für Ihre private Krankenversicherung bekommen, muss ihre private Krankenversicherung der deutschen Versicherungsaufsicht unterliegen. Der Zuschuss darf die Hälfte Ihres gesamten PKV-Beitrags nicht übersteigen und ist auf 50% des PKV-Beitrags begrenzt.

Älteres Paar bei Spaziergang

So beantragen Sie den Rentenzuschuss:

Um den Beitragszuschuss zu erhalten, müssen Sie diesen fristgerecht beantragen. Das machen Sie direkt bei Rentenantragstellung bei der Deutschen Rentenversicherung – jedoch spätestens drei Monate nach Rentenbeginn.

Einen Beitragszuschuss gibt es auch für beihilfeberechtigte Rentner. Die gewährten Zuschüsse für die private Krankenversicherung dürfen bestimmte Grenzhöhen nicht überschreiten, damit sie keine Auswirkungen auf den Beihilfeanspruch haben. Informieren Sie sich vorab bei Ihrer Beihilfestelle, ob sich die Zuschüsse auf den Beihilfeanspruch auswirken.  

Zum Antrag

Gibt es eine Altersgrenze für den Wechsel von der GKV in die PKV?

Das Höchstaufnahmealter, mit dem Sie in eine private Krankenversicherung wechseln können, variiert je nach Versicherungsunternehmen. Bei der INTER gibt es grundsätzlich kein Höchstaufnahmealter, außer bei einigen Tarifen/Tarifsystemen.  

Was gilt für Pensionäre?

Bei Pensionären handelt es sich um Beamte (z. B. Richter, Polizisten, Feuerwehr) im Ruhestand, die eine Pension beziehen. Sie sind weiterhin beihilfeberechtigt. Daher fallen die Kosten für die private Krankenversicherung für Pensionäre geringer als bei Rentnern. Mit der Pensionierung erhöht sich der Beihilfesatz üblicherweise von 50 auf 70 Prozent.

Damit sinkt der Versicherungsbeitrag deutlich.

Private Krankenversicherung neu verstehen

Eine private Krankenversicherung (PKV) hilft Ihnen, für Ihre Gesundheit vorzusorgen und im Krankheitsfall eine optimale medizinische Betreuung zu erhalten.Sie ermöglicht, Ihren Versicherungsschutz nach persönlichen Bedürfnissen zu gestalten. 

Allerdings gibt es oft Bedenken gegenüber der privaten Krankenversicherung. Doch was ist wirklich dran an den Vorurteilen? Sie glauben eine private Krankenversicherung ist für Sie jetzt oder später zu teuer? Gerade mit Familie? Wir unterstützen Sie dabei, die PKV neu zu verstehen. 

 

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