Betriebsrentenstärkungsgesetz soll Altersvorsorge beflügeln

Der Gesetzgeber modifiziert die betriebliche Altersvorsorge. Die Förderung ist auch für Arbeitgeber interessant.
Gerade gering qualifizierten (zahn-)medizinischen Fachangestellten (ZFA/MFA) droht die Altersarmut, wenn sie neben der gesetzlichen Rente die private sowie die betriebliche Altersvorsorge (bAV) vernachlässigen. Um die bAV auf eine solidere Basis zu stellen, hat die Bundesregierung zum Jahresstart das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) gezimmert.

30 Prozent Steuerzuschuss
Das BRSG sieht vor, dass sich zum Beispiel Praxischefs bei Beschäftigten mit weniger als 2.200 Euro Bruttomonatseinkommen stärker an der bAV beteiligen. Gerade für Geringverdiener ist es wichtig, dass sich ihre Arbeitgeber an der bAV beteiligen müssen –  wenn die betreffenden MFA/ZFA dies wünschen. Arbeitgeber erhalten deshalb laut Bundesregierung einen direkten Steuerzuschuss von 30 Prozent, wenn sie infrage kommenden Beschäftigten eine Betriebsrente anbieten. Sie müssen dazu Beiträge zahlen, und zwar zwischen 240 Euro bis 480 Euro jährlich.

Tarifverträge regeln bAV
In der Praxis haben sich viele Zahnärzte, Ärzte und auch Psychotherapeuten als Praxischefs bisher schon tarifvertraglich verpflichtet, auf Antrag der ZFA/MFA oder ähnlich qualifizierter Beschäftigter eine bAV zu unterstützen. Dies gilt für alle Praxen, die sich der Tarifpartei der Ärzte (AAA) respektive Zahnärzte (AAZ) angeschlossen und mit dem Verband medizinischer Fachberufe (VmF) einen entsprechenden Tarifvertrag ausgehandelt haben. Für mehr Informationen kontaktieren Sie bitte Ihren Berater vom INTER Heilwesen Service der INTER Versicherungsgruppe.