Digitalisierung in Kliniken

Forscher der Hans-Böckler-Stiftung sezieren die Digitalisierung in Krankenhäusern und die Auswirkungen auf die dortigen Belegschaften.

Pflege 4.0 und Medizin 4.0, aber auch Smart Hospital sind Konzepte, auf die in Diskussionen um die Zukunft der ambulanten wie auch stationären Versorgung immer öfter verwiesen wird. Ihnen gemeinsam ist der Einsatz digitaler Gesundheitslösungen, zum Beispiel der elektronischen Patientenakte, aber auch assistiver Robotersysteme. Für Letztere wird in Zukunft auch die Verwertung von Big Data durch den Einsatz von Robotern relevant, die auf Künstlicher Intelligenz (KI) basieren.

Ärztejobs nicht in Gefahr

Die Forscher haben für ihre Studie Vertreter verschiedener Klinikberufe befragt. Sie erwarten, dass die Digitalisierung tief gehende Auswirkungen auf das Denken und Handeln, die Selbstverständnisse und Berufsbilder sowie auf die Arbeitsprozesse haben wird. Dies treffe insbesondere Gesundheitsberufe in Pflege, Medizin und Therapie. Ärztejobs sehen sie indes nicht als potenzielle Opfer der Digitalisierung.

Mitarbeiter einbinden

Ärzte wiederum stehen der Digitalisierung offener gegenüber als zum Beispiel Pflegekräfte. Die Autoren dringen auf die Einbindung aller Mitarbeiter beim Digitalisierungsprozess in den Krankenhäusern. Auf Ärzte bezogen, könnte dies zum Beispiel durch die Schulung im Umgang mit neuen digitalen Techniklösungen erfolgen. Konkret könnten bestimmte OP-Techniken am Rechner simuliert werden, sodass die Ärzte diese trainieren können. Dies ist zumindest in einigen Unikliniken schon der Fall. 

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