E-Health - Frist läuft ab

Ende dieses Jahres läuft die Frist ab: Dann müssen alle Arzt-, Zahnarzt und psychotherapeutischen Praxen an die Telematikinfrastruktur (TI) angebunden sein. Die Onlinekommunikation der einzelnen Akteure - zum Beispiel elektronische Arztbriefe oder Telekonsile - soll später nur noch über die TI laufen. Die oberste TI-Maxime ist die Datensicherheit. Ab dem Jahr 2019 muss als erste Anwendung in den Praxen das Versichertenstammdaten-Management (VSDM) laufen - so sieht es das E-Health-Gesetz zumindest vor.


Praxen in der Nachweispflicht
Dann muss das Praxisteam bei jedem ersten Arzt-Patienten-Kontakt im Quartal die Gültigkeit der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) sowie die Aktualität der darauf gespeicherten Daten prüfen und dies gegenüber ihrer KV bzw. KZV mit den Abrechnungsunterlagen nachweisen. Andernfalls drohen laut Gesetz Honorarkürzungen. Das Speichern der Notfalldaten auf der eGK, die elektronische Patientenakte und ein elektronisches Patientenfach werden als weitere Anwendungen der TI folgen.

Pauschalen erleichtern die Umrüstung
Der Gesetzgeber hat die Krankenkassen in die Pflicht genommen, die Anbindung der Praxen an die TI zu finanzieren. Zusätzlich gibt es verschiedene Pauschalen. So erhält jede Praxis nach Auskunft von KBV und KZBV eine einmalige TI-Starterpauschale in Höhe von 900 Euro und ein Erstausstattungspaket, das die Kosten für den Konnektor und das Kartenterminal abdecken soll. Je früher Praxen agieren, desto höher die Förderung: In diesem Quartal beträgt sie 2.557 Euro, im zweiten Quartal 2.344,98 Euro. Ab dem dritten Quartal sind es dann nur noch 1.155 Euro. Größere Praxen haben Anspruch auf bis zu drei Kartenleser, je weiterem Kartenleser erhalten sie zusätzlich 435 Euro. In den Kartenleser wird der elektronische Praxisausweis gesteckt, der sogenannte Security Module Card Typ B (kurz: SMC-B). Dieser dient zur Authentifizierung der Praxis – sowohl gegenüber der TI wie auch gegenüber der elektronischen Gesundheitskarte. Praxischefs können bei ihrer zuständigen KV bzw. KZV Anträge zur Förderung stellen.