Mehr Spielraum bei Direktversicherungen

In Zeiten des Fachkräftemangels ist es vor allem für Krankenhäuser wichtiger denn je, als Arbeitgeber attraktiv zu sein, um qualifizierte Mitarbeiter wie zum Beispiel Ärzte zu finden. Somit ergeben sich für Klinikärzte große Chancen, mit ihrem Arbeitgeber über die Modalitäten beim Thema betriebliche Altersvorsorge (bAV) zu verhandeln – der gesetzliche Anspruch auf Leistung besteht. Wichtig zu wissen: Der Rahmen für steuerfreie Zahlungen in betriebliche Versorgungseinrichtungen – und damit auch die Aufwendungen für eine Direktversicherung – sind zum Jahresbeginn gestiegen, und zwar von vier auf bis zu acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der Gesetzlichen Rentenversicherung.

bAV wichtiger Aspekt für Arbeitnehmer 
Die Beitragsbemessungsgrenze in der Gesetzlichen Rentenversicherung liegt im Jahr 2018 bei 6.500 Euro Monatsverdienst im Westen und 5.800 Euro im Osten. Für den Arbeitgeber ist der Abschluss einer Unterstützungskassenversorgung der INTER Lebensversicherung für einen angestellten Klinikarzt interessant, da die Beiträge Betriebsausgaben sind und dadurch die steuerliche Belastung mindern.

Nahles-Rente entlastet Arbeitgeber
Ex-Arbeitsministerin Andrea Nahles hat im Zuge des Betriebsrentenstärkungsgesetzes (BRSG) zugleich an der Haftungsschraube für Arbeitgeber gedreht. So haften Kliniken künftig nicht mehr für das Erreichen einer Garantierente im Zuge einer Direktversicherung für Klinikärzte. Sie verpflichten sich nur zur Beitragszahlung.