Steuern 2018 - das ändert sich!

Der Jahreswechsel hat für viele Steuerpflichtige Erleichterungen gebracht, aber auch neue Steuerregeln im Kapitalanlagebereich. Ein Überblick.

Der Grundfreibetrag ist um weitere 180 Euro auf 9.000 Euro gestiegen, der Kinderfreibetrag für zusammen veranlagte Ehegatten um 72 Euro auf 4.788 Euro. In der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung beträgt die Beitragsbemessungsgrenze nun 53.100 Euro (früher 52.200 Euro) pro Jahr. In der gesetzlichen Rentenversicherung liegt die Grenze bei 78.000 Euro Jahreseinkommen im Westen, im Osten sind es 69.600 Euro. 

Neue Spielregeln bei Fonds

Bei der Besteuerung von Fonds müssen sich Kapitalanleger ab diesem Jahr mit gravierenden Neuregelungen arrangieren. So zahlen Fonds aus Deutschland laut Stiftung Warentest künftig auf bestimmte Erträge 15 Prozent Körperschaftssteuer. Zur Folge hat dies, dass die Fonds weniger ausschütten und neu anlegen können. Zum Ausgleich gewährt der Fiskus Sparern Freistellungen von der Abgeltungssteuer. Vor allem Aktien- und Immobilienfonds sind von der Neuregelung betroffen, reine Rentenfonds bleiben außen vor. 
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Unterschiedliche Teilfreistellungen

Die Höhe der Teilfreistellungen ist abhängig von der Fondszusammensetzung. Im Falle eines Mischfonds mit wenigstens 25 Prozent Aktienanteil zum Beispiel bleiben 15 Prozent der Ausschüttungen von der Steuer befreit. Der Freibetrag beträgt sogar bis zu 80 Prozent, wenn der Fonds in Immobilien investiert. Die Teilfreistellungen, so die Stiftung Warentest, gelten für alle Erträge – Dividenden und Verkaufsgewinne. Darüber hinaus fällt durch diese Verfahrensweise die Anrechnung der im Ausland gezahlten Quellensteuern weg.
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Fristen beachten

Ab dem Steuerjahr 2018 müssen Steuerpflichtige die Steuererklärung erst bis zum 31. Juli des Folgejahres beim Finanzamt einreichen. Ist ein Steuerberater beauftragt, hat dieser in Zukunft bis zum letzten Tag im Februar des übernächsten Jahres Zeit. Das heißt für die Steuererklärung 2018 zum Beispiel bis zum 29. Februar 2020. Im Zuge der Verlängerung der Abgabefristen wurde auch der Verspätungszuschlag im Steuergesetz neu geregelt. Künftig ist nur noch ausschlaggebend, dass der Abgabetermin nicht eingehalten worden ist. Ob der Verspätungszuschlag festgesetzt wird, entscheidet weiterhin der Sachbearbeiter im Finanzamt vor Ort.
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