Kurzzeitpflege, Verhinderungspflege und Tagespflege (teilstationäre Pflege)

Bei Urlaub, Krankheit oder sonstiger Verhinderung der ehrenamtlichen (privaten) Pflegeperson werden die Kosten für eine geeignete Ersatzpflegekraft in den Pflegegrade 2 bis 5 für längstens sechs Wochen pro Kalenderjahr bis zu 1.612 € erstattet.

Voraussetzung ist, dass die Pflegeperson den Pflegebedürftigen vor der erstmaligen Verhinderung mindestens sechs Monate in seiner häuslichen Umgebung gepflegt hat. Aufwendungen für Verhinderungspflege können insgesamt bis zu 2.418 EUR je Kalenderjahr erstattet werden, wenn der über 1.612 € hinausgehende Betrag (also bis zu 806 €) noch aus dem Budget der Kurzzeitpflege zur Verfügung steht.

Wenn die häusliche Pflege zeitweise nicht, noch nicht oder nicht in erforderlichem Umfang erbracht werden kann, besteht die Möglichkeit, Kurzzeitpflege in einer vollstationären Einrichtung für längstens acht Wochen im Kalenderjahr in Anspruch zu nehmen. Die pflegebedingten Kosten hierfür werden in den Pflegegrade 2 bis 5 bis zu 1.612 € erstattet. Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie Investitionskosten können nicht erstattet werden. Hierfür ist eine Erstattung über den Entlastungsbetrag möglich.

Wenn häusliche Pflege nicht in ausreichendem Umfang sichergestellt ist, können die Kosten für Pflege in Einrichtungen der Tages- oder Nachtpflege (Unterbringung nur tagsüber oder nur nachts) erstattet werden. Zudem können zusätzlich die Kostenerstattung, das Pflegegeld oder die Kombinationsleistung in Anspruch genommen werden. Die Kosten für die pflegebedingten Aufwendungen sowie die von der Einrichtung berechneten Fahrtkosten werden pro Kalendermonat wie folgt erstattet:

Pflegegrad 1   keine Leistungen
Pflegegrad 2   bis zu   689 €
Pflegegrad 3   bis zu   1.298 €
Pflegegrad 4   bis zu   1.612 €
Pflegegrad 5   bis zu   1.995 €

Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie Investitionskosten können nicht erstattet werden. Hierfür ist eine Erstattung über den Entlastungsbetrag möglich.