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Kurtagegeld
01.08.2022

Die Kur für Ärzte: Hilfe für Helfende

Eine medizinische Rehabilitation (Reha) oder auch Anschlussheilbehandlung ist eine hilfreiche Maßnahme, um nach einer Erkrankung, Operation oder einem Unfall wieder zu Kräften zu kommen. Es gibt aber auch berufliche Phasen, in denen man ohne erkrankt zu sein, mal eine Auszeit benötigt.

Das gilt ganz speziell für Menschen, die sich dem Arztberuf verschrieben haben und die es gewohnt sind, häufig zum Wohle ihrer Patient*innen bis an ihre körperliche Belastungsgrenze zu gehen. 

Sich bei körperlichen oder mentalen Problemen selbst krankschreiben zu lassen – geschweige denn eine längere Auszeit zu nehmen – ist für viele von ihnen keine Option. Der Grund ist häufig der hohe Anspruch an sich selbst und das Gefühl, sich das „nicht erlauben“ zu können.

Die Hürden des Arztberufs 

Ein weiteres Problem: Bei einer Kur übernimmt in der Regel ein Sozialversicherungsträger die entstehenden Kosten. Bei gesetzlich Versicherten ist das eventuell die Berufsgenossenschaft oder die Rentenversicherungskasse. Bei selbständigen, Ärzt*innen oder Freiberuflern, die nicht in das gesetzliche System einzahlen, gibt es einen solchen Sozialversicherungsträger meistens nicht.

In den Tarifen der privaten Versicherung können je nach gewählter Versicherung Kur- oder Reha-Leistungen dabei sein, sie sind jedoch häufig auf tatsächliche Heilbehandlungen nach OPs oder auf ambulante Behandlungen begrenzt. Kuraufenthalte wie sie von Ärzten für ihre Patienten verschrieben werden, gibt es bei den Versorgungswerken der Ärzte beispielsweise nicht.

Hintergrund: Kur und Reha

Wenn wir im Alltag von einer Kur sprechen, meinen wir meistens eine medizinische Rehabilitation. Zwar werden die Begriffe Kur und Reha in der Umgangssprache häufig gleichbedeutend verwendet, es handelt sich dabei aber um zwei verschiedene Maßnahmen: Die Vorsorgekur verfolgt das Ziel, einer Erkrankung vorzubeugen und die Gesundheit zu erhalten beziehungsweise sie zu verbessern.

Bei einer medizinischen Rehabilitation liegt in der Regel eine Erkrankung oder eine gesundheitliche Einschränkung vor. Sie soll Betroffenen helfen, zurück in den Alltag und ins Berufsleben zu finden und ihnen die Möglichkeit geben, wieder selbstständig am Leben teilhaben zu können.

Dafür kümmern sich in der Regel gleich mehrere Spezialistinnen und Spezialisten unterschiedlicher Fachrichtungen um die zu behandelnde Person. Je nach Bedarf umfasst die Unterstützung neben der medizinischen auch therapeutische, psychologische und sozialrechtliche Hilfsangebote.

Die Maßnahme kann ambulant, also lediglich tagsüber in einer Einrichtung in der Nähe Ihres Wohnortes erfolgen. Bei der stationären Reha sind Patientinnen und Patienten ganztägig in einer Einrichtung untergebracht, inklusive Verpflegung und Übernachtung.

Welche Formen der Rehabilitation gibt es?

Es gibt verschiedene Arten der Rehabilitation, die anhand unterschiedlicher Kriterien eingeteilt werden. Dazu gehört zum Beispiel die Personengruppe, an die sich die Reha richtet. So ist eine geriatrische Reha auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmt.

Außerdem wird noch unterschieden nach Art der Erkrankung. Zum Beispiel ist eine orthopädische Rehabilitation angezeigt bei Erkrankungen des Bewegungsapparates.

Nach einer Krebserkrankung folgt in der Regel eine onkologische Rehabilitation. Für Menschen, die zum Beispiel unter Depressionen, Tinnitus oder Angststörungen leiden, kann eine psychosomatische Rehabilitation sinnvoll sein.

Kostenübernahme für Privatversicherte

Aufgrund des "fehlenden" Sozialversicherungsträgers sollten Freiberufler und Ärzt*innen  Kurleistungen über ihren Versicherungspartner absichern. Je nach gewähltem Tarif, sind Reha oder Anschlussheilbehandlungen manchmal schon in der PKV enthalten - oft aber auch nicht.

Es gibt Fälle, in denen ein Kurtagegeld  nach einer bestimmten Behandlung oder Erkrankung als Anschlussheilbehandlung gezahlt wird. In der Regel betrifft das aber ambulante Standardleistungen und ist an bestimmte Bedingungen gebunden. HIer ist ein Blick in die Versicherungsbedingungen hilfreich, damit Sie nicht in die "Ich bin doch versichert"-Falle tappen. 

Kurtagegeld für Privatversicherte: INTER Kur

Unser Modul INTER Kur können Sie im Rahmen Ihrer privaten Krankenversicherung bei uns abschließen und darüber die Auszahlung eines Kurtagegeldes für alle Kur-, Reha oder Anschlussheilbehandlungen voll umfänglich absichern.  

Für wen kommt INTER Kur infrage?

INTER Kur richtet sich an Menschen, die:

  • keinen garantierten Anspruch auf Rehabilitationsleistungen haben, wie Ärzte, andere Freiberufler und Selbstständige sowie Angestellte nach Wechsel in den Ruhestand.
  • einen gehobenen Anspruch an die Unterbringung und die Behandlungen haben
  • Ihre Kureinrichtung frei wählen wollen
  • sich in Ruhe erholen möchten, bzw. es auch den Angehörigen ermöglichen wollen (Mutter- bzw. Vater-Kind-Kuren)

Die notwendige Höhe des Kurtagegeldes sollten Sie in Ihrer Beratung mit dem Ansprechpartner ermitteln.

Die Leistungen von INTER Kur im Überblick

  • Leistung für bis zu 42 Tage alle 36 Monate
  • Keine Wartezeit beim Abschluss mit einer privaten Krankenversicherung
  • Optionsrecht auf Erhöhung des Tagessatzes nach Wegfall des Anspruchs beim gesetzlichen Rehabilitationsträger (z.B. durch Statuswechsel) – ohne erneute Gesundheitsprüfung
  • Die Kosten für eine Kur/Reha werden auch dann übernommen, wenn die Ursachen Kriegserlebnisse oder innere Unruhe sind, die auf einem Einsatz im Ausland für humanitäre Hilfsorganisationen wie zum Beispiel Ärzte ohne Grenzen (MsF) oder Technisches Hilfswerk (THW) beruhen.

Mehr zu INTER Kur finden Sie hier.

INTER Gesundheitsservice: Wir sind für Sie da!

Weitere Informationen zu den Gesundheitsprogrammen und Kooperationspartnern der INTER finden Sie hier.

Quellen:

https://www.kbv.de/html/34806.php

https://derprivatpatient.de/krankenhaus/leistungen-der-pkv-im-krankenhaus#Anschluss

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