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Ausbildungsbeginn: Wie versichere ich mich richtig?
20.01.2021

Ausbildungsbeginn: Wie versichere ich mich richtig?

Vielen Menschen hat das Jahr 2020 einen richtigen Strich durch die Rechnung gemacht – auch Schulabgängern und Auszubildenden.

Die Pandemie zeigt jedoch eines, das es auch als junger Mensch sinnvoll ist, sich vor unvorhersehbaren Ereignissen - zumindest vor den finanziellen Folgen - zu schützen. Diese Versicherungen können Berufseinsteiger deshalb schon früh in Betracht ziehen.

Ausbildungsbeginn in Zeiten von Corona

Jonas steht gerade genau vor dieser Frage. Er beginnt mitten in der Corona-Pandemie seine Ausbildung zum Friseur. In den Nachrichten und von Bekannten hat er gehört, wie viele gerade aufgrund der wirtschaftlichen Lage um ihre Arbeits- und Lehrplätze bangen.

Einige seiner Freunde können nicht wie geplant ins Berufsleben einsteigen oder ihre Ausbildung zu Ende bringen. Doch er hat Glück und fragt sich nun, welche Versicherungen er auf alle Fälle abschließen sollte.

Staat will Ausbildungsplätze sichern

Um Unternehmen und junge Berufseinsteiger zu unterstützen, wurde bundesweit zum üblichen Ausbildungsbeginn am 1. August 2020 das Programm „Ausbildungsplätze sichern“ ins Leben gerufen. 

Mit 500 Millionen Euro will die Bundesregierung damit kleineren und mittelständischen Unternehmen helfen die Ausbildungsplätze sicherzustellen. Dadurch erhalten Unternehmen Zuschüsse, um das Bildungsniveau der betrieblichen Ausbildung zu halten, zu steigern oder Auszubildende aufzunehmen.

Soweit, so gut. Der Staat denkt mit. Aber welche Maßnahmen sollten junge Menschen treffen, um sich während ihrer Ausbildung ausreichend abzusichern?

Denn mit diesem großen Schritt des Erwachsenwerdens, ändert sich einiges. Vor allem Krankheit, Berufsunfähigkeit oder der ungewollte Schaden einer anderen Person, sind Umstände gegen die sich Jonas zum Ausbildungsbeginn einfach absichern kann.

Die eigene Krankenversicherung für Azubis

Zu den absolut unentbehrlichen Versicherungen zählt eine Krankenversicherung. Es ist zwar tatsächlich möglich, sein Neugeborenes privat zu versichern, obwohl die Eltern selbst gesetzlich versichert sind. Doch die wenigsten machen von dieser Option Gebrauch. Deswegen sind Kinder in der Regel über ihre Eltern in der gesetzlichen Krankenversicherung mitversichert. 

Das ändert sich, sobald ein Azubi im Rahmen des Ausbildungsvertrages eine Vergütung erhält. Dann greift die gesetzliche Krankenversicherungspflicht.

Dafür muss der- oder diejenige eine passende Krankenkasse wählen, bei der er dann über den Arbeitgeber versichert wird. Wenn es sich um eine schulische Ausbildung mit Gehalt handelt, kann der Lehrling weiterhin beitragsfrei über die Eltern familienversichert bleiben, bis er oder sie das 25. Lebensjahr vollendet hat. Dazu darf das Einkommen jedoch nicht mehr als 445 Euro im Monat übersteigen. 

Wer vor der Ausbildung privat bei den Eltern mitversichert war, kann diesen Versicherungsschutz vorerst nicht weiter genießen. Denn sein Einkommen liegt unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze ab der eine private Krankenversicherung möglich ist.

Geht der Azubi davon aus, dass er nach der Ausbildung die Voraussetzungen für eine private Krankenversicherung erfüllen wird (Gehalt über der BBG oder Selbständigkeit), kann er aber eine sogenannte Anwartschaft abschließen. Das heißt, er muss sich zwar während der Ausbildung gesetzlich versichern, kann später aber ohne erneute Gesundheitsprüfung in die private Krankenversicherung zurück.

Ein guter Einstieg für Azubis und Studenten ist hier beispielsweise der INTER Opti, mit dem man sich sozusagen seinen Gesundheitszustand „einfriert“. Plant Jonas eine spätere Selbständigkeit, kann er seinen Versicherungsschutz dann an die neue Situation anpassen.

Für einen Wechsel in die private Krankenversicherung oder innerhalb der Selbstbehaltsstufen ist dann beispielsweise keine erneute Gesundheitsprüfung nötig.

Gut zu wissen: Beitragsentlastung im Alter

In jungen Jahren lohnt es sich, einen bezahlbaren Versicherungsschutz auch im Alter zu sichern. Beim INTER QualiMed zahlen Versicherte in jungen Jahren einen etwas höheren Beitrag, wovon ein Teil in die sogenannte Altersrückstellung fließt. Dieses Geld wird verzinslich angelegt und sorgt dafür, dass die Beiträge nicht aufgrund des Alterns steigen.

Auch der Beitragsentlastungstarif INTER BEA flex kann später Abhilfe schaffen: Er funktioniert wie ein Sparbuch, in dem der Beitrag angelegt und verzinst wird.

Bei Vertragsabschluss kann Jonas den Beginn der Beitragsentlastung (zwischen 60 und 72 Jahren) sowie die Höhe flexibel entscheiden. Damit stellt er auch im Ruhestand einen bezahlbaren Krankenversicherungsbeitrag sicher.

Berufsunfähigkeitsversicherung – gerade für junge Menschen

Zu Beginn der Ausbildung lohnt es sich über eine Berufsunfähigkeitsversicherung nachzudenken. Denn wer berufs- oder erwerbsunfähig wird, erhält aus der gesetzlichen Rentenversicherung bei weitem nicht die Beträge, die einem regulären Einkommen entsprechen. Das wird schnell klar, wenn man seinen ersten Renteninformationsbescheid erhält.

Ein weiterer Vorteil: Je jünger und gesünder man bei Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung ist, desto günstiger ist der jeweilige Beitrag.

Vorerkrankungen werden hier nämlich einkalkuliert. Ein wichtiger Punkt, auf den zu achten ist: ab wann gilt man als berufsunfähig? Die INTER Berufsunfähigkeitsrente greift nämlich schon ab 50-prozentiger Berufsunfähigkeit und bietet günstige Anfangsbeiträge für den Berufseinsteiger.

Private Haftpflichtversicherung für Missgeschicke

Wenn der Wurm drin ist: Missgeschicke passieren - vor allem im jugendlichen Überschwang. Dass daher eine private Haftpflichtversicherung wichtig ist, ist keine Frage. Diese greift, wenn einem Dritten ein Schaden zugefügt wird.

Als Kind oder Heranwachsender ist man über die Familienversicherung mitversichert und die Haftungsfrage kein Thema: Eltern haften für ihre Kinder. Mit Ende der Schulzeit stellt sich oftmals die Frage, wann muss ich mich eigentlich selbst versichern?

Wer an die Schule unmittelbar eine Ausbildung, eine Lehre oder ein Studium anschließt, ist durch die Familienversicherung weiterhin automatisch bei den Eltern mitversichert. Das gilt auch bei eventuell bestehenden Wartephasen zwischen Schule und Ausbildung. Die Ausnahme: Wer in dieser Phase zwischen Schule und Ausbildung schon eigenes Einkommen hat, muss sich selbst versichern.

Jetzt schon an die Rente denken

Ganz klar – die Rente ist in weiter Ferne. Es macht aber durchaus Sinn, bereits jetzt darüber nachzudenken, wie man diese verbringen will. Denn um später den Lebensstandard zu halten, sollte man früh mit jeder Art Altersvorsorge anfangen.

Denn die Höhe der Rente hängt natürlich auch mit dem Zeitraum zusammen, in dem man anspart. Bei einer fondsgebundene Police, wie der INTER MeinLeben Privatrente, profitieren vor allem junge Menschen von einem Abschluss.

Der Zinseffekt sorgt bei langen Laufzeiten für attraktive Beträge bei der Auszahlung. Und der Auszahlungszeitpunkt kann mit INTER MeinLeben sogar noch vor dem eigentlichen Rentenbeginn stattfinden.

Weitere wichtige Versicherungen für junge Menschen sind ganz vom individuellen Lebensstil abhängig. Wer in der momentanen Pandemie nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln pendeln möchte, sondern mit dem eigenen Auto zur Ausbildungsstelle fährt, benötigt eine Kfz-Versicherung.

Zieht der Azubi oder Lehrling von Zuhause aus und besitzt in der Wohnung wertvolle Gegenstände wie ein teures Notebook oder ein teures Fahrrad, kann eine Hausratversicherung sinnvoll sein. Man muss sich nur die Frage stellen, ob man sich die Wohnungseinrichtung auf einen Schlag neu kaufen kann, wenn es beispielsweise brennen sollte.

Am sinnvollsten scheint es, den Versicherungsbedarf auf die jeweilige Einkommens- und Lebenssituation abzustimmen und sich von Zeit zu Zeit die Frage zu stellen: Brauche ich was Neues?

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