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Privatunfall Versicherung Ratgeber
29.03.2022

Private Unfallversicherung - Was Sie wissen sollten

Das Wichtigste, das Sie über die private Unfallversicherung wissen müssen, ist: Es gibt keinen adäquaten Ersatz.

Keine Versicherung, die Sie ansonsten abschließen können, bietet Ihnen vergleichbare Leistungen, um Sie vor Unfallfolgen zu schützen.

Oftmals sind Einzelleistungen in anderen Versicherungen mit enthalten. Aber weder Ihre Krankenversicherung noch Ihre Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung bieten Ihnen gleichwertige Sicherheit. Auch die gesetzliche Unfallversicherung durch Ihren Arbeitgeber sichert Sie nur begrenzt ab.

Unfälle passieren und die Folgen sind selten vorhersehbar. Für manche Berufsgruppen, zum Beispiel Handwerker und Ärzte, können körperliche Unfallfolgen schnell sogar das Ende der Karriere bedeuten. Umso wichtiger, dass Sie sich darüber im Klaren sind, ob Sie im Falle eines Falles auch wirklich ausreichend versichert sind.

Krankenversichert reicht nicht

Wenn Sie sich bei einem Unfall verletzen und diese Verletzung verarzten lassen, kommt Ihre Krankenversicherung für die Behandlungskosten auf. Das war’s dann aber meistens auch schon. Zumindest für Ihre Krankenkasse. Für Sie nicht unbedingt. Denn ein Unfall kann, je nach Art und Schwere der daraus entstandenen Verletzung, Folgen haben, die weit über ein paar Arztrechnungen hinausgehen. Finanziell und persönlich.

Unabsehbare Folgen

Vielleicht müssen Sie unfallbedingt längere Zeit im Krankenhaus und in der Reha verbringen. Vielleicht können Sie für unbestimmte Zeit Ihren Haushalt nicht alleine führen. Vielleicht können Sie Ihre Kinder nicht versorgen, den Hund nicht Gassi führen, nicht einkaufen, nicht Auto fahren. Vielleicht verunfallen Sie im Ausland, haben Verständigungsprobleme und wissen nicht, wie Sie wieder nach Hause kommen sollen. Vielleicht können Sie nach einem Unfall sogar Ihren Beruf nicht mehr ausüben.

Unfallfolgen sind unabsehbar. Aber eines ist sicher: Ein Unfall kann viel mehr nach sich ziehen als die oft schon langwierigen körperlichen Beschwerden. Zusätzliche Kosten für Haushaltshilfen, Kinderbetreuung, Umbauten in der Wohnung oder am Auto etc. können schnell zu einer Belastung werden, die unversichert kaum zu bewältigen ist. Solche Faktoren werden von Ihrer Krankenversicherung nicht abgedeckt.

Gut, wenn Sie sich dank einer privaten Unfallversicherung um solche Kosten keine Sorgen machen müssen. Noch besser, wenn Sie einen Versicherer gewählt haben, der sich nicht nur als reines Auszahlungsinstitut versteht, sondern sich wirklich um Sie kümmert.

Mehr als finanzielle Hilfe

Wir helfen Ihnen nach einem schweren Unfall durch speziell ausgebildete Gesundheitsmanager mit einem individuellen Hilfskonzept bei der bestmöglichen Genesung. Diese unterstützen Sie auch bei Ihrer beruflichen Wiedereingliederung, beraten Sie hinsichtlich eventuell notwendiger Umbauten in der Wohnung und nehmen Ihnen den bürokratischen Aufwand zur Klärung mit anderen Leistungsträgern ab.

Sind Sie gesundheitlich dazu nicht in der Lage, organisieren wir Helfer die sich sogar um Ihren Haushalt und Alltag kümmern — von einem Menü- über einen Wäscheservice bis hin zur Pflege zu Hause. Auch die Versorgung von Angehörigen und Haustieren kann bei Bedarf abgesichert werden. 

Individuelle Vertragsgestaltung

Welche Leistungen und Services Sie in Ihre Unfallversicherung einschließen möchten, liegt ganz bei Ihnen. Wer seine Prämie möglichst klein halten und trotzdem auf den schlimmsten Fall vorbereitet sein will, kann sich mit dem Baustein Notfallkapital jetzt auch ausschließlich gegen schwere Invalidität absichern.

Die Lücken der gesetzlichen Unfallversicherung

In Deutschland gehört die gesetzliche Unfallversicherung zu den Sozialversicherungen. Arbeitgeber sind dazu verpflichtet, für Ihre Beschäftigten die entsprechenden Beiträge zu entrichten. Als Arbeitnehmer sind Sie also in jedem Fall unfallversichert. Allerdings beschränkt sich diese Absicherung auf Unfälle, die während Ihrer beruflichen Tätigkeit oder auf dem direkten Weg zu Ihrer Arbeitsstätte bzw. auf dem direkten Nachhauseweg passieren.

Auch Studierende, Schüler und Kinder in Tagesbetreuung sind gesetzlich unfallversichert. Wie bei Unternehmensbeschäftigten greift der Unfallschutz hier aber auch nur auf den jeweiligen Hin- und Rückwegen sowie bei Tätigkeiten, die unmittelbar mit dem Besuch der entsprechenden Institutionen in Zusammenhang stehen.

Ungeschützt trotz Versicherung

Wenn Sie nach der Arbeit noch einen Abstecher zum Einkaufen oder ins Fitnessstudio machen oder wenn Ihr Kind nach der Schule Freunde besucht oder zum Training geht, ist der gesetzliche Unfallschutz hinfällig. Dann sind Sie oder Ihr Kind, wie bei allen anderen Freizeitaktivitäten, genauso unfallversichert wie Hausfrauen, Rentner und Selbstständige, die nicht freiwillig gesetzlich versichert sind: gar nicht.

Tatsächlich passieren aber über 70% aller Unfälle zu Hause und in der Freizeit. Also dann, wenn die gesetzliche Unfallversicherung Ihnen keinerlei Schutz bietet.

Rund-um-Schutz ist Privatsache

Manche Arbeitgeber schließen zusätzliche Verträge ab, um ihre Beschäftigten auch in der Freizeit zu schützen. Wenn das bei Ihnen nicht der Fall ist, sollten Sie sich selbst darum bemühen, diese Schutzlücke zu schließen. Denn nur mit einer privaten Unfallversicherung sind Sie 24 Stunden am Tag weltweit gegen unabsehbare Unfallfolgen abgesichert. Das ganze Jahr über. Egal wo, egal wobei.

Die Tücken der Erwerbs- bzw. Berufsunfähigkeit

Haben Sie vorsorglich eine Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen? Dann haben Sie im Invaliditätsfall Anspruch auf eine monatliche Rente. Vorausgesetzt natürlich, dass der Grad Ihrer Invalidität hoch genug und die Dauer Ihrer Erwerbsunfähigkeit lange genug ist, um von Ihrem Versicherer als Grund für eine Rentenzahlung anerkannt zu werden.

Mindestschaden als Voraussetzung

Anders gesagt: Die Auszahlung einer Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeitsversicherung setzt bestimmte, vom Versicherer definierte Bedingungen voraus, die Sie selbst nach einem schweren Unfall mit langfristigen Folgen möglicherweise nicht erfüllen. Eine Bedingung kann beispielsweise sein, dass Sie mindestens für einen festgelegten Zeitraum zu einem bestimmten Grad erwerbsunfähig sein müssen. Können Sie nach einem Unfall aber für einen auch nur geringfügig kürzeren Zeitraum nicht arbeiten, müssen Sie in diesem Fall mit dem Einkommensverlust und den zusätzlichen finanziellen Belastungen während der Genesungsphase alleine klarkommen.

Beschränkt auf Finanzhilfen

Außerdem können Sie selbst im Versicherungsfall zwar mit der vereinbarten Rente rechnen, aber anderweitige Unterstützung, um Ihren Alltag neu zu regeln, dürfen Sie nicht unbedingt erwarten. Assistenzleistungen, die Ihnen dabei helfen, sich in der neuen Situation zurechtzufinden oder professionelle Unterstützung dabei, die bestmöglichen Behandlungsoptionen zu finden, um Ihre körperliche Konstitution zu verbessern, sind in der Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeitsversicherung nicht zwangsweise enthalten. 

Von Anfang an sicher

Die private Unfallversicherung fängt Sie direkt nach einem Unfall auf, z.B. mit Krankenhaustagegeld oder auch mit vereinbartem Schmerzensgeld. In schweren Fällen hilft Sie sogar mit einer unkomplizierten Sofortleistung, damit Sie schnellstmöglich handlungsfähig sind. Und im Gegensatz zur Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeitsversicherung schützt Sie die private Unfallversicherung auch über Ihr Renteneintrittsalter hinaus.

Was sollten Sie bei der privaten Unfallversicherung beachten?

Am sinnvollsten ist es, eine Versicherung zu wählen, die Sie flexibel Ihren Lebensumständen und individuellen Wünschen anpassen können. Die Bedürfnisse eines Kindes sind zum Beispiel nach einem Unfall andere als die eines selbstständigen Erwachsenen. Auch Ihr Beruf sollte bei der Vertragsgestaltung zumindest dann berücksichtigt werden, wenn bestimmte körperliche Einschränkungen schwerwiegendere Folgen haben würden als andere.

Individualisierung

Besonders gut gelingt dies mit Versicherungstarifen, die durch unterschiedliche Zusatzbausteine ergänzt werden können. Damit haben Sie, die Möglichkeit, sich wirklich individuell und zielgerichtet abzusichern.

Nutzen Sie die Kompetenz geschulter Berater, die Ihnen Ihre persönlichen Risiken aufzeigen und gleichzeitig die besten Optionen vorschlagen, diese zu versichern. Nicht immer hat man selbst alle möglichen Unfallfolgen vor Augen. Berater wissen aus Erfahrung, welche Bausteine am besten zu Ihrem Lebensstil passen und können Sie, auch entsprechend Ihrem Budget, optimal beraten. 

Gliedertaxe

Mit der Gliedertaxe legt der jeweilige Versicherer fest, mit welchem Invaliditätsgrad körperliche Einschränkungen nach einem Unfall bewertet werden. Vereinfacht ausgedrückt: Die Gliedertaxe verrät Ihnen, wieviel Ihre Körperteile nach Ansicht Ihrer Versicherung jeweils wert sind.

Aus dieser Bewertung ergibt sich entsprechend der individuell vereinbarten Versicherungssumme die finanzielle Entschädigung, die letztendlich an Sie ausgezahlt wird. Je höher die Gliedertaxe, umso besser für Sie. Das gilt zwar generell, ist aber nicht der einzige Grund, warum Sie auf die Gliedertaxe achten sollten.

Der Verlust eines Fingers bedeutet für einen Chirurgen wesentlich größere Probleme als für einen Dachdecker. Und dennoch bemisst sich die Entschädigungssumme für beide an derselben Gliedertaxe. Stellen Sie deshalb sicher, dass die Gliedertaxe Ihres Unfallversicherers auch wirklich Ihren Bedürfnissen entspricht und Ihnen im Invaliditätsfall eine individuell angemessene finanzielle Entschädigung bietet.

Achten Sie auf eine spezielle berufsbezogene Gliedertaxe, mit der Sie Ihre größten Invaliditätsrisiken gezielt abdecken können. Eine Auswahlmöglichkeit, die Sie im Falle eines Falles vor existenzbedrohenden Unfallfolgen bewahrt.

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