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Anne Poppe

Ich erinnere mich zurück an die Zeit meines Mathematikstudiums – irgendwann fiel das erste Mal der Begriff „Aktuar“. Ich wusste nicht, was das ist, aber die Aussage meines Professors „Unsere Studenten haben alle einen Job, bevor das Studium abgeschlossen ist“, hörte sich verlockend an!

Ich beschäftigte mich näher damit und erfuhr, dass sich hinter dem mystischen Begriff „Aktuar“ nichts anderes als ein Versicherungsmathematiker verbirgt - ein Versicherungsmathematiker, der über den Tellerrand der Mathematik hinausschaut. Ich konzentrierte mich im Studium auf die entsprechenden Vorlesungen und fand einen Praktikumsplatz bei einem mittelständischen Lebensversicherer.

Die Tätigkeit ging über in einen Vertrag als Werkstudentin und - siehe da - bevor mein Studium beendet war, bot man mir die Festanstellung an. Mein Prof behielt Recht und es fügte sich alles, wie ein großes Puzzle, zusammen. Ich machte die zertifizierte Ausbildung zum Aktuar bei der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV).

Das war eine tolle Zeit. 4 Seminare mit einigen Prüfungen pro Jahr an verschiedenen Standorten in Deutschland. Man trifft junge Aktuare in Ausbildung aus ganz Deutschland. Man kann sich austauschen und lernt von den Dozenten, die uns immer an tatsächlichen Erlebnissen aus ihrem Erfahrungsschatz teilhaben lassen. Die Seminare waren immer sehr kurzweilig und spannend - dafür die Prüfungsphasen aber anstrengend und kräftezehrend. Aber es lohnt sich! Nach 2-3 Jahren ist man endlich „Aktuar (DAV)“ – ein Titel, der in der Branche längst einen Namen hat und den ich mit Stolz führe.

Vor nun mittlerweile 4 Jahren bekam ich einen Anruf von einem Headhunter. Er erwähnte den Namen INTER und schlug mir eine Stelle vor, die perfekt zu mir passen würde. Nach einigen Überlegungen und Recherchen unter Aktuarskollegen beschloss ich, mich zu bewerben. Er hatte mich neugierig auf etwas Neues gemacht. Das nette Bewerbungsgespräch hat mich schlussendlich überzeugt, mich weiterzuentwickeln und eine Veränderung zu wagen.

Als Produktmanagerin im Bereich Leben Mathematik bin ich nun das aktuarielle Pendant zu meinem Kollegen aus dem Bereich Marktbeobachtung. Als Schnittstelle aus der Mathematik in die verschiedenen Bereiche, zum Beispiel Vertrieb, kann ich gezielt am Vorankommen der INTER mitarbeiten. In meiner Rolle verantworte ich den Produktplanungs- und Produktentwicklungsprozess mit.

Es macht großen Spaß ein Teil der INTER zu sein und gemeinsam die Zukunft zu gestalten. Vor 3 Jahren konnte ich mich im Haus zum Projektleiter qualifizieren. Parallel zur theoretischen Ausbildung wurde mir ein wichtiges Projekt anvertraut: Die Einführung eines neuartigen Rentenversicherungsproduktes.

Ich konnte mein Wissen über Teamzusammenstellung, Projektablaufpläne, Aufwandsschätzungen, Kommunikation etc. direkt praktisch anwenden und habe mit meinen 5 Teilprojekten die Einführung „meines Babys“ INTER MeinLeben erfolgreich über die Bühne gebracht. Nachdem ich die Einführung des neuen Produktes als Projektleiter begleitet habe, wende ich das Wissen nun im privaten Bereich an.

Aktuell erfülle ich mir einen Traum und baue mit meiner Familie ein Häuschen im Grünen. Die Flexibilität des Arbeitszeitmodells erlaubt es mir, auch mit 2 Kindern und Hausbau Vollzeit zu arbeiten. Wenn ich die Kinder um 14:00 Uhr aus der Betreuung abholen muss, fange ich früh mit der Arbeit an und nutze das Guthaben auf meinem Zeitkonto zum Ausgleich. Für den Umzug kann ich dann auch 4 Wochen frei nehmen. Meine Kollegen halten mir in der Zeit den Rücken frei - das ist so wertvoll!

Der Hausbau schreitet voran