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Dr. Michael Tichy

2011 bin ich als Mathematiker zur INTER gekommen und dort im Bereich Leben Mathematik in die Produktentwicklung eingestiegen. Bei meinem vorherigen Arbeitgeber war ich schon während der Probezeit unglücklich mit meinen dortigen Aufgaben. Gleichzeitig war meine Frau hochschwanger mit unserem zweiten Sohn. Ich war also etwas unter Zugzwang und trotzdem auf der Suche nach einem neuen Job mit interessanteren Aufgaben und einem Entwicklungshorizont für mich persönlich und für meine Arbeit.

Bei meiner Suche bin ich auf eine Stelle bei der INTER aufmerksam geworden, da dort neben den fachlichen mathematischen Fragestellungen auch die Arbeit in einem interdisziplinären Team gefragt war. Es wurde jemand gesucht, der sich neben der „Formelwelt“ der Produkte auch um die rechtliche Abstimmung der Inhalte, die Darstellung für Kunden und Vertriebsmitarbeiter, das Handling für Fachabteilungen und so weiter kümmert. Dass mich noch viel mehr erwarten würde, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Auf meine Bewerbung hin hat mich die INTER direkt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Neben all den fachlichen Eignungen musste ich wohl oder übel auch berichten, dass aus Sicht meiner Frau mein größter Fehler in der Missachtung der Kühlschrankordnung liegt. Und auch, dass ich schon zeitnah beabsichtige in Elternzeit zu gehen. Eigentlich dachte ich, dass insbesondere die Elternzeit nicht unbedingt ein Argument für mich war. Aber das war für die INTER kein Problem, im Gegenteil, Sie stellten mich ein.

Seit dem sind einige Jahre vergangen, in denen die Wünsche von Kunden und Vertriebsmitarbeitern für genauso viele spannende Herausforderungen gesorgt haben, wie die Anforderungen des technologischen Fortschrittes oder des Gesetzgebers. So hätte ich vor meiner Zeit bei der INTER nicht gedacht, wie ausführlich man in dem Spannungsfeld von Liquidität und Flexibilität, die der Kunde braucht, um sein Leben zu gestalten, von Garantien und Renditen, die der Kunde braucht um seinen Ruhestand vorzubereiten und dem Schutz eines Kollektives, basteln kann, bis man seine Produkte so gestaltet hat, dass man stolz dahinter steht. 

Auch hätte ich gedacht mit meinem Grundpraktikum in Experimentalphysik alle Diskussionen um Rundungsabweichungen und Fehlertoleranzen hinter mir gelassen zu haben. Weit gefehlt. Als Projektleiter bei der Einführung eines neuen Bestandsführungssystems durfte ich an etlichen Stellen diskutieren, in welchem System welche Werte gerundet werden, und welche Vor- oder Nachteile damit verbunden sind.

So bin ich glücklich, dass ich in meinem beruflichen Leben so eine Abwechslung tagtäglich erleben darf. Und das alles in einem Umfeld, in dem auch das private Leben wirklich eine Rolle spielt. Bei unserem dritten Sohn bin ich dann sogar zweimal in Elternzeit gegangen. Damit konnten wir uns als Familie den Wunsch erfüllen etwas von der Welt zu sehen und sind im Sommer 2017 durch Brasilien gereist, ein unvergessliches Abenteuer! Vielen Dank an die Kollegen, die mir in dieser Zeit den Rücken frei gehalten haben. Das ist goldwert.


P.S.: Der Kühlschrank des Bereiches ist trotz meiner Anwesenheit für alle sinnvoll nutzbar. 

Unterwegs auf dem Amazonas
Im "Chapada Diamantina" Gebirge
Familie Tichy am Flughafen