Norbert Feldmann
Die GKV-Reform 2026 soll die gesetzliche Krankenversicherung finanziell stabilisieren. Gleichzeitig steigen wichtige Grenzwerte wie die Jahresarbeitsentgeltgrenze und die Beitragsbemessungsgrenze. Für viele Versicherte wird die langfristige Planung ihrer Gesundheitsabsicherung dadurch wichtiger.
Als Krankenversicherer begleitet die INTER die Entwicklungen im Gesundheitswesen kontinuierlich und ordnet die Auswirkungen der Reform ein. Auf dieser Seite erfahren Sie, welche Änderungen auf Sie zukommen und welche Möglichkeiten sich für Ihre persönliche Gesundheitsabsicherung ergeben können.
Für Sie bedeutet das: Es lohnt sich, Ihre Krankenversicherung jetzt zu überprüfen.
Die Expertinnen und Experten der INTER Versicherung unterstützen Sie gerne dabei.
Die Diskussion um die GKV-Reform macht deutlich: Die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung steht zunehmend unter Druck. Steigende Gesundheitsausgaben, der demografische Wandel und höhere Leistungskosten stellen das System vor große Herausforderungen.
Für gesetzlich Versicherte kann das unter anderem bedeuten:
Vor diesem Hintergrund wird die Frage wichtiger denn je:
Insbesondere für Angestellte mit höherem Einkommen, Selbstständige und Freiberufler kann es sinnvoll sein, bestehende Absicherungen und mögliche Alternativen frühzeitig zu prüfen.
Wenn Sie angestellt sind und die Voraussetzungen für einen Wechsel bereits heute erfüllen, sollten Sie Ihre persönliche Situation frühzeitig prüfen.
Wichtige Fragen sind dabei:
Die Antwort hängt immer von der individuellen Einkommens-, Berufs- und Familiensituation ab. Die INTER bietet hierfür verschiedene PKV-Tarife an.
Selbstständige und Freiberufler können grundsätzlich selbst entscheiden, ob sie sich freiwillig gesetzlich oder privat krankenversichern möchten. Anders als bei Angestellten spielt die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) dabei keine Rolle.
Bei der Wahl der Krankenversicherung sollten unter anderem die persönliche Lebenssituation, die berufliche Entwicklung und die langfristige Finanzplanung berücksichtigt werden.
Welche Besonderheiten bietet die PKV für Selbstständige?
Für viele Selbstständige ist die private Krankenversicherung interessant, weil:
Die passende Lösung hängt immer von den persönlichen Zielen, dem gewünschten Leistungsumfang und der individuellen Lebensplanung ab.
Angestellte Ärzte können ab Überschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung wählen. Ärzte mit eigener Praxis haben grundsätzlich die freie Wahl.
Welche Besonderheiten bietet die PKV für Ärzte?
Für viele Ärzte ist die private Krankenversicherung interessant, weil:
Die passende Lösung hängt immer von der persönlichen Lebenssituation, den beruflichen Zielen und der langfristigen Finanzplanung ab.
Die GKV-Reform ist für viele Ärzte ein Anlass, ihre aktuelle Krankenversicherung zu überprüfen und die für sie passende Absicherung neu zu bewerten.
Ab dem 55. Lebensjahr ist ein Wechsel zurück in die GKV meist nicht mehr möglich. Deshalb gilt: Frühzeitig informieren zahlt sich aus.
| 1. Spalte mit Leistungsbeschreibungen | GKV | PKV |
|---|---|---|
Beiträge | Beiträge einkommensabhängig | Beiträge leistungsabhängig |
Leistungen | Einheitliche Leistungen | Individuelle Tarife |
Finanzierung | Umlagefinanziert | Rücklagenbildung fürs Alter |
Versorgung | Standardversorgung | Erweiterte Möglichkeiten |
Beiträge
Beiträge einkommensabhängig
Leistungen
Einheitliche Leistungen
Finanzierung
Umlagefinanziert
Versorgung
Standardversorgung
Beiträge
Beiträge leistungsabhängig
Leistungen
Individuelle Tarife
Finanzierung
Rücklagenbildung fürs Alter
Versorgung
Erweiterte Möglichkeiten
Ganz zentral ist für uns bei der INTER: Bei der Entscheidung für einen Wechsel zwischen den beiden Systemen geht es nicht um „besser oder schlechter“. Sondern es geht immer darum, welche Art der Krankenversicherung besser zu Ihrem persönlichen Leben passt.
Die GKV-Reform ist ein guter Anlass, die eigene Krankenversicherung zu überprüfen. Dabei geht es nicht nur um aktuelle Beiträge, sondern auch um die Frage, ob die gewählte Absicherung langfristig zur persönlichen Lebenssituation passt.
Folgende Fragen können bei der Einordnung helfen:
1. Eigene Situation analysieren
Berücksichtigen Sie insbesondere:
2. Krankenversicherungsmodelle vergleichen
Prüfen Sie die Unterschiede zwischen GKV und PKV, zum Beispiel bei:
3. Entscheidung auf Basis Ihrer Ziele treffen
Die passende Krankenversicherung hängt von Ihrer individuellen Lebens-, Berufs- und Einkommenssituation ab. Deshalb lohnt sich eine Entscheidung, die sowohl die aktuelle Situation als auch die langfristige Perspektive berücksichtigt.
Die Bundesregierung hat eine Reform beschlossen, um die Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu stabilisieren. Dafür sollen zusätzliche Einnahmen generiert und Kosten eingespart werden. Gleichzeitig ändern sich einige Rahmenbedingungen für Versicherte und Arbeitgeber.
Die Gesundheitsreform betrifft in erster Linie Menschen, die gesetzlich krankenversichert sind. Ziel der Reform ist es, die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) langfristig zu sichern.
Trotz der Maßnahmen gehen viele Experten davon aus, dass der Kostendruck im Gesundheitswesen bestehen bleibt. Für gesetzlich Versicherte kann dies langfristig höhere Beiträge oder Anpassungen bei Leistungen bedeuten.
Privat Krankenversicherte (PKV) sind von Änderungen der GKV-Finanzierung grundsätzlich nicht direkt betroffen, da die PKV nach einem anderen Finanzierungssystem funktioniert.
Wenn Sie gesetzlich versichert sind, können sich Änderungen bei Beiträgen, Einkommensgrenzen und Rahmenbedingungen direkt auf Ihre Krankenversicherung auswirken.
Für Angestellte mit höherem Einkommen gewinnt die Frage an Bedeutung, ob ein Wechsel in die private Krankenversicherung sinnvoll sein kann. Denn durch die geplante Anhebung der Jahresarbeitsentgeltgrenze könnte der Zugang zur PKV künftig für manche Arbeitnehmer erschwert werden.
Wer bereits die Voraussetzungen für einen PKV-Wechsel erfüllt, sollte sich daher frühzeitig mit seinen Möglichkeiten beschäftigen.
Die Reform soll Beitragserhöhungen in der gesetzlichen Krankenversicherung begrenzen. Gleichzeitig steigen jedoch die Ausgaben für medizinische Versorgung, Medikamente und demografische Entwicklungen weiter an.
Viele Experten rechnen deshalb damit, dass die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung langfristig weiter steigen werden. Besonders freiwillig gesetzlich Versicherte tragen diese Entwicklung unmittelbar mit.
Für privat Versicherte werden Beiträge dagegen unabhängig vom Einkommen kalkuliert und orientieren sich stattdessen am gewählten Tarif, Eintrittsalter und weiteren Faktoren.
Die Beitragsbemessungsgrenze legt fest, bis zu welchem Einkommen Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung berechnet werden.
Aktuell liegt die BBG bei 69.750 € im Jahr bzw. 5.812,50 € im Monat. Einkommen oberhalb dieser Grenze bleibt bei der Beitragsberechnung unberücksichtigt.
Beispiel:
Verdienen Sie 7.000 € brutto im Monat, werden GKV-Beiträge nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze von 5.812,50 € berechnet.
Die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) legt fest, ab welchem Einkommen Angestellte zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung wählen können.
Aktuell liegt die Grenze bei 77.400 € Bruttojahreseinkommen bzw. 6.450 € monatlich. Wer darüber verdient, kann sich privat krankenversichern. Wer darunter liegt, ist grundsätzlich gesetzlich krankenversicherungspflichtig.
Sollten Sie die Jahresarbeitsentgeltgrenze erfüllen und weiterhin gesetzlich versichert sein, gelten Sie als freiwillig gesetzlich versichert.
Nach den aktuellen Reformplänen soll die Jahresarbeitsentgeltgrenze künftig stärker angehoben werden.
Für Arbeitnehmer bedeutet das: Wer bislang knapp über der Grenze liegt, könnte künftig länger in der gesetzlichen Krankenversicherung verbleiben müssen. Gleichzeitig könnten künftig weniger Angestellte die Möglichkeit haben, neu in die private Krankenversicherung zu wechseln.
Für Personen, die die Voraussetzungen bereits erfüllen, kann es daher sinnvoll sein, sich frühzeitig über ihre Optionen zu informieren.
Freiwillig gesetzlich Versicherte sind von steigenden Beiträgen besonders betroffen, da ihre Beiträge direkt von ihrem Einkommen abhängen.
Wer ein höheres Einkommen erzielt und die Voraussetzungen erfüllt, prüft daher zunehmend, ob eine private Krankenversicherung langfristig wirtschaftlich und leistungsseitig eine interessante Alternative sein kann.
Das hängt von Ihrer beruflichen Situation ab:
In vielen Fällen werden Angestellte dann wieder gesetzlich krankenversicherungspflichtig. Die genaue Situation hängt jedoch von den persönlichen Umständen ab.
Freiwillig gesetzlich Versicherte tragen steigende Beiträge direkt mit. Deshalb prüfen viele Menschen aktuell, welche Absicherung langfristig am besten zu ihrer persönlichen Lebenssituation passt.
In der privaten Krankenversicherung werden Alterungsrückstellungen gebildet. Das bedeutet: Ein Teil der Beiträge wird angespart, um zu verhindern, dass der Beitrag altersbedingt steigt. Entscheidend sind jedoch die Tarifauswahl und die persönliche Vorsorgeplanung.
Je nach Tarif bietet die PKV unter anderem:
Welche Lösung sinnvoll ist, hängt immer von der individuellen Lebenssituation ab.
Für Selbstständige kann die PKV attraktiv sein, weil:
Mögliche Gründe sind:
Mehr Informationen: https://www.inter.de/gesundheit/private-krankenversicherung-fuer-aerzte/
Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Die Rückkehr ist jedoch häufig nur bis zum 55. Lebensjahr möglich und hängt von der individuellen Situation ab.
Weitere Informationen zur privaten Krankenversicherung und zu passenden Lösungen finden Sie hier:
Für Selbstständige:
https://www.inter.de/gesundheit/private-krankenversicherung/private-krankenversicherung-fuer-selbststaendige/
Für Ärztinnen und Ärzte:
https://www.inter.de/gesundheit/private-krankenversicherung-fuer-aerzte/
Allgemeine Informationen zur PKV:
https://www.inter.de/gesundheit/
Hinweis: Ob die gesetzliche oder private Krankenversicherung besser zu Ihnen passt, hängt von Ihrer persönlichen Lebens- und Einkommenssituation ab. Eine individuelle Beratung hilft dabei, die passende Entscheidung zu treffen.