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Nachhaltigkeitsmanagement bei der INTER

Die INTER – Unternehmen und Geschäftsfelder


Nachhaltige Kapitalanlage, klimafreundliche Geschäftsprozesse, verantwortungsvoller Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken – die Flut an Schlagworten rund um das Thema Nachhaltigkeit ist groß. Wie die INTER ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit leistet, verrät unsere neue Vorstandsbeauftragte Nachhaltigkeit, Bernadette Ernst, im Interview.

"Erfolgreich im Thema Nachhaltigkeit werden wir nur gemeinsam"

Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt immer mehr an Bedeutung – das zeigen auch zuletzt die Weltklimakonferenz in Glasgow und die zahlreichen Debatten um den richtigen Weg zum Erreichen des 1,5-Grad-Ziels. Auch in der Versicherungsbranche, nimmt das Thema enorm Fahrt auf. Starkregen, Überschwemmungen, Hitzewellen – die Schadendaten belegen, dass der Klimawandel in vollem Gange ist und die Auswirkungen schon deutlich zu spüren sind. Die Versicherungswirtschaft hat sich deshalb im Januar dieses Jahres klar positioniert. Das Ziel: Versicherer bis 2025 erkennbar nachhaltiger machen. Wie die INTER ihren Beitrag dazu leistet, verrät Bernadette Ernst, die neue Vorstandsbeauftragte Nachhaltigkeit, im Interview.

  • Frau Ernst, das Thema Nachhaltigkeit ist in aller Munde – vor allem in der Versicherungsbranche gibt es rasante Entwicklungen. „Nachhaltigkeit“ ist in diesem Zusammenhang ein umfassender Begriff – was verstehen Sie darunter?


    Bernadette Ernst: "Nachhaltigkeit lässt sich in drei Dimensionen beschreiben: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Die Dimension ‚Umwelt‘ umfasst dabei einen weitsichtigen, verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. ‚Soziales‘ beinhaltet die wichtige Rolle von Unternehmen als verlässliche und attraktive Arbeitgeber sowie die Themen Chancengleichheit, Diversity, Inklusion und gesellschaftliches Engagement. Die dritte Dimension beinhaltet eine nachhaltige Unternehmensführung. Der Fokus liegt dabei auf Themen wie Unternehmenswerte, Compliance und dem Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken. Ein Unternehmen handelt dann nachhaltig, wenn ökonomische, ökologische und soziale Ziele gleichrangig verfolgt werden."

Warum beschäftigt sich die INTER mit Nachhaltigkeit? Warum ist das Thema für uns so wichtig?

Bernadette Ernst: "Allgemein ist das Thema Nachhaltigkeit für uns alle von großer Bedeutung, denn letztendlich geht es um die Zukunft unserer nachfolgenden Generationen. Als Versicherungsunternehmen haben wir dabei aber eine besondere Verantwortung. Die negativen Folgen des Klimawandels auf die Gesundheit oder die extremen Wetterereignisse stehen in direktem Zusammenhang mit unserer Geschäftstätigkeit. Über verantwortungsvolle Investitionen in die richtigen Kapitalanlagen können wir die Wirtschaft positiv beeinflussen. Hinzu kommen unsere eigenen Geschäftsprozesse, Gebäude oder Versicherungsprodukte, die wir nachhaltig gestalten und damit ebenso Positives bewirken können."

Das klingt nach einer verantwortungsvollen Aufgabe für die INTER. Welche To-dos stehen auf Ihrer Agenda?

Bernadette Ernst: "Meine Aufgabe ist es, die INTER auf das Zukunftsfeld Nachhaltigkeit vorzubereiten. Hierfür entwickle ich eine Nachhaltigkeitsstrategie auf Basis des Dialogs mit verschiedenen Kolleginnen und Kollegen im Haus. Zusätzlich entwickle ich Konzepte und Ideen für die relevanten Themenbereiche. Und ich beschäftige mich mit der Förderung von Nachhaltigkeit in unseren Geschäftsprozessen, der Kapitalanlage, der Versicherung von Risiken und der Produktgestaltung. Als Schnittstelle zwischen den Bereichen koordiniere ich unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten und berichte deren Status regelmäßig an den Gesamtvorstand."

Seit vier Monaten sind Sie nun in dieser Position. Wie sind Sie dieses vielfältige Thema angegangen und womit haben Sie sich bisher verstärkt beschäftigt?

Bernadette Ernst:  "Vielfältig ist das richtige Stichwort – daher war es für mich auch wichtig, von Anfang an strukturiert vorzugehen. So habe ich mich zunächst mit den politischen und rechtlichen Grundlagen, Rahmenbedingungen und Anforderungen vertraut gemacht. Ich habe viel Literatur, Gesetzestexte und Fachartikel studiert und selbst einige Darstellungen und Übersichten erarbeitet. Parallel dazu habe ich eine umfassende Bestandsaufnahme unserer bisherigen Aktivitäten bei der INTER vorgenommen und viele Gespräche im Haus geführt. In zwei großen bereichsübergreifenden Workshops habe ich gemeinsam mit unserem Vorstandssprecher Dr. Michael Solf und den Spezialisten aus den Fachbereichen erarbeitet, in welcher organisatorischen Form und mit welcher Aufgabenverteilung wir unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten zukünftig angehen wollen. Denn das Ziel, uns als INTER zum Thema Nachhaltigkeit in seinen vielen Facetten erfolgreich aufzustellen, erreichen wir nur gemeinsam."

  • Kürzlich sind wir dem German Sustainability Network (GSN) beigetreten. Was hat es damit auf sich?

    Bernadette Ernst: "Das GSN ist eine breit aufgestellte Initiative, die der deutschsprachigen Assekuranz und branchennahen Akteuren eine inhaltsorientierte Austausch- und Kooperationsplattform rund um das Thema Nachhaltigkeit bietet. Entlang von zunächst neun Fokusbereichen wird Wissen bereitgestellt, Impulse geliefert und der branchenweite Austausch ermöglicht. Für uns ist das eine tolle Möglichkeit, unser Know-how zu erweitern, uns unternehmensübergreifend zu vernetzen und alle aktuellen Entwicklungen zu begleiten und aktiv mitzugestalten. Die zuständigen Kolleginnen und Kollegen aus dem Haus haben künftig die Möglichkeit, an den Veranstaltungen teilzunehmen. Ich freue mich sehr darauf, hier nun gemeinsam an den Start zu gehen."

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